Rettungsdecke, Bleistift auf Papier

Sissa Micheli macht die Zusammenführung von Dokumentation und Fiktivem zur Grundlage ihrer künstlerischen Interventionen, die sich vorwiegend in Fotografie, Video und Objektkunst ausdrücken.Für diese Ausstellung konzipiert die Künstlerin eine installative Arbeit, in deren Mittelpunkt sie ein aus Rettungsfolien gebautes Bergmassiv inszeniert, welches das auf der reflektierenden Oberfläche brechende Licht zurückwirft. Durch ein kontinuierlich rotierendes System gelingt es ihr, den Vektor Zeit einer kausalen Ordnung zu unterwerfen und dabei die Parallelitäten individueller Betrachtung und äußerer Voraussetzungen zu erproben. Passend dazu sind in Form von Zeichnungen Wasser in festem Aggregatzustand erkennbar. “Touching the void through mighty things” relativiert in prominenter Schrift aus Strass-Steinen an der Wand das Verhältnis von Masse und Vakuum und in erweiterter Betrachtung von Ursache und Wirkung.

Lisa Trockner

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I started filming the movement of turning mountains and concentrated on
the subtle change of light that occurred now and then. It became a meter that measures the emergence of time. Light was both, the construction of continuity and duration and the interruption of time. The transition of the luminous surface unleashed a feeling of disruption of existence and I was surprised by how unstable that feeling was. It could not equal the continuity of that repeated movement.

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